Visuelle Homogenisierung heißt: KI-generierte Werbung verschiedener Marken sieht sich immer ähnlicher. Ich als Grafikdesignerin zeige Ihnen, warum KI ein Hilfsmittel bleiben sollte und wie Unternehmen mit Corporate Design und eigenem Wording ein eigenständiges Markenbild entwickeln können.
Wenn plötzlich alles gleich aussieht
Warum KI-Werbung so oft austauschbar wirkt und wie Sie trotzdem auffallen.
Seit Kurzem sammle ich KI-generierte Werbung. Eigentlich wollte ich nur meinen Partner fragen, ob ihn solche Anzeigen ansprechen. Dann ist mir etwas aufgefallen: Irgendwie sieht alles ähnlich aus. Und ich hatte den Eindruck, dass sich kaum noch jemand fragt: Wer bin ich eigentlich? Was will ich ausdrücken? Und welche Wirkung soll das beim Empfänger auslösen?
Was steckt hinter dem Begriff "Visuelle Homogenisierung"?
Mit visueller Homogenisierung ist gemeint, dass sich die Bildsprachen unterschiedlicher Marken zunehmend angleichen. Durch den verstärkten Einsatz generativer KI treten individuelle Gestaltungsansätze und charakteristische visuelle Identitäten häufiger in den Hintergrund. Stattdessen wiederholen sich ästhetische Muster. Die spannende Frage lautet deshalb: Wie beeinflusst KI die gestalterische Vielfalt im Grafikdesign?
Die Beispiele decken ein breites thematisches Spektrum ab, von Sport und Gesundheit über Reisen bis hin zu Handwerk und Bau. Trotz der inhaltlichen Vielfalt zeigt sich ein durchgängiges gestalterisches Muster: Layout, Bildsprache und visuelle Elemente wiederholen sich branchenübergreifend und folgen erkennbar demselben, simplen Gestaltungsprinzip.
Meine Beobachtung aus der Sammlung
Die Themen sind breit gefächert, von Sport und Gesundheit über Reisen bis hin zu Handwerk und Bau. Optisch wirken viele Beispiele dagegen austauschbar. Gestaltungselemente wiederholen sich, und eine branchenspezifische Differenzierung oder eine eigenständige Bildsprache fehlt oft.
KI ja, aber mit Sinn und Verstand
Damit wir uns richtig verstehen: KI ist hilfreich. Auch ich nutze sie regelmäßig. Für mich ist sie ein Werkzeug, so wie InDesign, Illustrator oder Photoshop. Mein Vorgehen:
Erst die Inhalte: Was möchte ich sagen?
Dann die Marke: Corporate Design und Corporate Wording prüfen.
Zum Schluss die Umsetzung: Über mehrere KIs und Prompts taste ich mich Schritt für Schritt ans finale Ergebnis heran.
Kleiner Hinweis in eigener Sache
Ich möchte niemanden bloßstellen. Es ist völlig legitim, KI als preisgünstigere Alternative zu einer Agentur zu nutzen. Ich wünsche mir nur, dass sich jedes Unternehmen etwas mehr Gedanken über die eigene Marke macht. Für mehr Wiedererkennbarkeit und weniger Mainstream.
KI kann Zeit und Budget sparen. Ob Ihre Werbung am Ende nach Ihnen aussieht, entscheidet aber Ihre Haltung zur Marke und nicht das Tool. Wenn Sie wissen, wofür Sie stehen, kann KI Sie unterstützen, statt Sie zu ersetzen.
Wie viel von Ihrer Marke steckt in Ihrer letzten Anzeige? Lassen Sie uns gemeinsam hinschauen und Ihrer Bildsprache ein eigenes Gesicht geben. Schreiben Sie mir gern.
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Woran erkenne ich, dass meine Werbung austauschbar wirkt?
in einfacher Test: Legen Sie Ihr Logo ab und vergleichen Sie Ihre Anzeige mit denen von zwei Mitbewerbern. Wenn Sie kaum Unterschiede in Farben, Stil und Bildaufbau erkennen, lohnt sich ein Blick auf Ihre Markenidentität.
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Darf ich KI für meine Werbung nutzen?
Ja, das ist grundsätzlich möglich. Sinnvoll ist es, wenn Sie Inhalte, Corporate Design und Corporate Wording vorab festlegen und das KI-Ergebnis anschließend prüfen und anpassen. Achten Sie außerdem darauf, dass Ihre Werbeaussagen sachlich korrekt und belegbar sind.
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Wie unterstützt mich eine Grafikdesignerin dabei, mit KI individueller aufzutreten?
Ich entwickle oder schärfe Ihr Corporate Design und Ihre Tonalität. Auf dieser Basis lassen sich KI-Tools gezielter einsetzen, und die Ergebnisse passen besser zu Ihrer Marke.
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