Skip to main content

Pause-Button

Ich drücke bewusst auf den Pause-Button: kurze Sportsessions, Akkupressurmatte, Kaffee im Garten oder einfach Nichtstun. Kleine Auszeiten helfen mir, als Grafikerin klarer zu denken, kreativer zu gestalten und im vollgepackten Alltag gelassener zu bleiben.

Kleine Auszeiten, große Wirkung

Der Pause-Button im echten Leben:

Wenn Ihr Alltag aus Terminen, Projekten, Familie und einem randvollen Kopf besteht, kennen Sie es vermutlich: Pausen rutschen gern nach ganz unten auf der To-do-Liste. Dabei sind gerade diese kleinen Unterbrechungen oft der Moment, in dem Körper und Kopf einmal kurz „resetten“ dürfen.

Auch in meinem Alltag als freie Grafikerin und Art Directorin merke ich: Wenn ich mir keinen Raum zum Durchatmen nehme, leidet am Ende die Gestaltung – und meine Laune gleich mit. Darum habe ich angefangen, mir ganz bewusst meinen eigenen Pause-Button zu bauen.

Kleine Sportsession statt großem Fitness-Mythos:

Die perfekte Sport-Routine mit drei Einheiten Krafttraining, Laufen und Yoga pro Woche? Klingt toll – scheitert bei mir aber meistens an der Realität. Zu viele Projekte, zu wenig Zeit, zu viele gute Vorsätze.

Deshalb setze ich inzwischen auf das Motto: Lieber klein und machbar als gar nicht.

  • Eine kurze Runde auf dem Laufband, 20 Minuten reichen völlig.

  • Zweimal pro Woche etwas Kraftsport, so gut es eben in den Alltag passt.

Es geht nicht darum, sportliche Höchstleistungen zu erbringen, sondern sich selbst (und dem Körper) zu signalisieren: „Ich kümmere mich um dich.“ Das zahlt am Ende auch auf Konzentration, Kreativität und Belastbarkeit ein – nicht nur im Designprozess.

Akkupressurmatte & Meditationsmusik:

Eine meiner liebsten Pausen-Entdeckungen: die Akkupressurmatte. Anfangs habe ich sie mir nur von einem Freund ausgeliehen, um zu testen, ob ich damit überhaupt klarkomme. Inzwischen habe ich mir eine eigene gewünscht – und zum Geburtstag bekommen (sehr empfehlenswertes Geschenk, falls jemand noch Inspiration sucht).

Ein paar Minuten auf der Matte, leise Meditationsmusik dazu – und der Kopf schaltet spürbar einen Gang herunter. Kein großes Ritual, kein stundenlanges Retreat, aber eine klare Einladung an den Körper: Jetzt ist Auszeit.

Yoga und ich – eine komplizierte Beziehung:

Mit Yoga habe ich es über die Jahre immer wieder versucht:
Power-Yoga-Stunden bei YogaArt in Chemnitz, kleine Sessions im Urlaub mit Freunden, liebevoll geschenkte Kurse zum Geburtstag. Und trotzdem: So richtig „mein“ Element ist es einfach nicht.

Ich weiß, wie gut es für die Tiefenmuskulatur ist, wie wertvoll bewusste Atmung und Dehnung sein können – und trotzdem darf es okay sein, wenn man nicht vollständig darin aufgeht. Wichtig ist: dranzubleiben, neugierig zu bleiben und sich nicht zu verurteilen, wenn etwas nicht hundertprozentig matcht.

Kaffee-Pause: von Eiskaffee bis Cold Brew:

Und dann gibt es da noch die Klassiker unter den Pausen:

  • Ein Eiskaffee mit Vanilleeis im Garten.

  • Ein Dalgona-Kaffee auf der Terrasse.

  • Ein Cold Brew im hippen Café.

  • Oder – an ganz mutigen Tagen – einfach schwarz.

Sie merken schon, Kaffee ist bei mir ein eigenes, sehr ernstzunehmendes Kapitel. Die eigentliche Botschaft dahinter: Pausen dürfen Genuss sein. Sie müssen nicht immer super „funktional“ oder maximal gesund sein. Manchmal reicht ein bewusst getrunkener Kaffee, um innerlich wieder ein Stück runterzufahren.

Pausen in allen Lebensbereichen:

Pausen gehören nicht nur ins Büro oder ins Homeoffice, sie gehören ins ganze Leben:

  • Sie dürfen sich als Mutter eine Pause von Ihrem Kind wünschen – ohne schlechtes Gewissen.

  • Sie dürfen eine Pause vom Partner machen, sich mit Freundinnen treffen oder allein wegfahren.

  • Sie dürfen im Alltag ganz bewusst etwas anderes tun, nur für sich: zocken, lesen, aus dem Fenster schauen.

Jeder Mensch hat seine eigene Art, zu regenerieren. Wichtig ist nicht die Form, sondern die Erlaubnis: Sie dürfen Pause machen.

Maus, mach mal Pausi.
Unbekannt

Jeder nach seiner Fasson:

Jeder nach seiner Fasson – wem die Yogamatte im Wohnzimmer guttut, wunderbar. Andere drehen vielleicht lieber eine kleine Runde um den Block, machen ein paar Dehnübungen oder genießen einfach einen Kaffee am offenen Fenster. Hauptsache, die Haltung ändert sich! (Und damit meine ich nicht nur die Körperhaltung.)

Auch in meinem Berufsalltag am Rechner merke ich: Die besten Ideen kommen selten, wenn ich verkrampft auf den Bildschirm starre. Oft entstehen sie genau dann, wenn ich kurz loslasse, durchschnaufe und mir erlaube, einfach mal nichts „produktiv“ zu tun.

  • Warum sind Pausen im Design- und Marketing-Alltag so wichtig?

    Pausen schaffen Abstand zu Projekten, Bildschirmen und To-do-Listen. So können Sie klarer entscheiden, bessere Ideen entwickeln und merken schneller, was wirklich wichtig ist – in der Gestaltung und in der Kommunikation.

  • Helfen kurze Pausen wirklich, wenn ich kaum Zeit habe?

    Ja. Schon 10 bis 20 Minuten Bewegung, eine Tasse Kaffee im Garten oder ein paar Minuten bewusstes Liegen auf der Matte können spürbar entlasten. Wichtig ist die Regelmäßigkeit, nicht die Perfektion.

  • Was haben Pausen mit guter Gestaltung zu tun?

    Gute Gestaltung lebt von Rhythmus, Kontrasten und Freiräumen. Genauso funktioniert es im Alltag: Wer sich bewusst weiße Flächen, also Pausen, gönnt, trifft klarere Entscheidungen, bleibt kreativer und findet leichter zur eigenen Linie.



Du könntest folgendes mögen

    © yvonnebeyer.com