Junggesellinnenabschied in Leipzig mal anders: Bodyflying im Windkanal am NOVA Shoppingcenter und Karaoke gegen den inneren Schweinehund. Ich habe gleich zwei neue Dinge ausprobiert und gelernt, dass es sich lohnt, einfach mal Ja zu sagen. Auch im Beruf gilt: Neues wagen macht den Horizont weiter.
Warum es sich lohnt, einfach mal "Ja" zu sagen
Dieses Wochenende habe ich gleich zwei Dinge ausprobiert, die so gar nicht auf meiner persönlichen Liste standen. Das eine war gezielt geplant, das andere ist, sagen wir, einfach so passiert.
Anlass war der Junggesellinnenabschied einer guten Freundin in Leipzig. Kurzfristig angesetzt, was für die Organisatorinnen natürlich eine kleine Herausforderung war. Eine aus unserer Gurkentruppe hatte dann aber die zündende Idee: Bodyflying am NOVA Shoppingcenter, also Indoor Skydiving im Windkanal. Ich hatte das vor einiger Zeit schon bei einer Bekannten auf Instagram gesehen, kurz gedacht „ach, wie cool" und es dann natürlich sofort wieder gedanklich in eine hintere Schublade im Kopf geschoben. So ist das eben mit dem Alltag. Jedenfalls waren alle neun von uns sofort Feuer und Flamme, gebucht war schnell... und auf nach Leipzig!
Vor Ort dann erstmal die ernüchternde Nachricht: Technischer Defekt. Gutschein, ein anderes Mal wiederkommen. Zwei besonders hartnäckige Damen aus unserer Runde wollten davon aber nichts wissen und blieben so lange dran, bis die Technik wieder lief. Und was wäre ein JGA ohne besonderes Highlight gewesen?
Also: Schuh-Check (fest und geschlossen, bitte!), Ganzkörperanzug für alle, kurze Einführung per Video und persönlichem Guide Eloi mit den wichtigsten Flugdetails und Handzeichen, denn im Windkanal selbst hört man durch Ohrstöpsel und Turbinenlärm so gut wie nichts. Dann noch Fliegerbrille und Helm, und plötzlich standen zehn Blaumänner beziehungsweise Cyan-Frauen im Raum und lächelten erwartungsvoll und sichtlich nervös in die Handykamera.
Dann wurde es ernst. Rein in den geschlossenen Vorraum des Windkanals. Hinter einer Scheibe sitzt der Steuermann, der die Turbinen überwacht und gleichzeitig die Kamera bedient. Der Guide betritt als Erster den Kanal und gibt weitere Anweisungen. Alles mit Handzeichen. Nacheinander durfte jede von uns zweimal ran. Sechzig Sekunden pro Flug. Länger als die Freifallzeit eines echten Fallschirmsprungs aus 4.000 Metern Höhe. Und trotzdem vergingen die Sekunden buchstäblich wie im Fluge.
Man war so konzentriert auf die neue Situation, dass alles drumherum einfach verschwand. Nur man selbst, der Guide und dieser gleichmäßige Luftstrom von bis zu 280 km/h. Das empfand ich als das Allerbeste daran: einmal komplett den Kopf freibekommen und wirklich nur im Moment sein. Beim Guide wirkte das Ganze wie ein entspanntes Kinderspiel. Bei mir selbst reichte eine leicht gespreizte Hand, und schon veränderte sich alles. Irgendwo zwischen Staunen und Kontrollverlust. Wie Red Bull es schon immer versprochen hat: „Red Bull verleiht Flügel". Nur dass ich diesmal tatsächlich kurz geflogen bin.
„Red Bull verleiht Flüüügel“
Insgesamt ein Erlebnis von rund einer Stunde – Bodyflying voll Spaß und Adrenalin. Etwas, das man viel öfter machen sollte. Ich habe direkt noch Gutscheine für Mann und Kind mitgenommen, weil ich ihnen dieses Gefühl unbedingt zeigen möchte.
Aber das war nicht das einzige Highlight des Tages. Die Braut hatte sich für den Abend eine Karaoke-Bar gewünscht. So liefen wir irgendwann in die Kakadu-Bar in Leipzig ein. Nun ja. Karaoke ist so ziemlich das Gegenteil von dem, was ich als meine Stärken bezeichnen würde. Meine liebe Schulfreundin Dani kann das bestätigen: Damals hat unser gemeinsames Schul-Duett ihr erfolgreich zu einer Vier im Singen verholfen. Ein Fakt, den sie mir bei jeder passenden (und unpassenden) Gelegenheit liebevoll unter die Nase reibt.
Den ganzen Abend hoffte ich insgeheim, die zwei Zettel mit „Barbie Girl" von Aqua und „Self Esteem" von The Offspring, die die Braut beim DJ abgegeben hatte, würden irgendwie verschwinden. Leider waren sie sehr wohl vorhanden. Irgendwann stand ihr Name auf dem Monitor und mit einem grölenden „Yvooooo, komm jetzt endlich hoch!" wurde ich liebevoll auf die Bühne gezerrt. Ganz rechts am Rand stand ich dann und flüsterte mit einem leichten Lächeln ins Mikrofon. Zumindest beim Refrain.
Am Ende war es doch nicht soooo schlimm. Die zwei Sekt im Vorhinein hatten ihren Zweck erfüllt, und der Braut zuliebe habe ich mich dem Gruppenzwang mit Anstand gebeugt.
Was ich Ihnen mit diesem Beitrag mitgeben möchte: Manchmal lohnt es sich einfach, über den eigenen Schatten zu springen. Sei es beim Bodyflying, beim Karaoke oder auch im Beruf. Neue Wege ausprobieren, ungewohnte Ideen zulassen, ein unbekanntes Projekt annehmen. In der Regel wird es eher lustig als schrecklich. Und falls es doch mal anders kommt, kann man wenigstens sagen, man hat es versucht. Und das zählt.
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Was ist Bodyflying und für wen ist es geeignet?
Beim Bodyflying, auch Indoor Skydiving genannt, schwebt man in einem senkrechten Windkanal auf einem gleichmäßigen Luftstrom von bis zu 280 km/h. Das Besondere: Vorkenntnisse sind nicht nötig, ein erfahrener Guide begleitet jeden Flug direkt im Kanal. Es ist geeignet für Einsteiger ab 4 Jahren und macht als Gruppenerlebnis beim JGA, Teamevent oder Familienausflug besonders viel Spaß.
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Was hat Indoor Skydiving mit Kreativität und Design zu tun?
Mehr als man denkt! Kreativität lebt vom Perspektivwechsel und wer einmal buchstäblich abhebt, sieht vieles von oben klarer. Als Grafikdesignerin hole ich mir Inspiration oft aus unerwarteten Erlebnissen. Wer neue Eindrücke sammelt, denkt auch in der Arbeit frischer, mutiger und origineller.
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Wie überwindet man die Scheu vor Neuem – im Alltag oder im Beruf?
Meistens hilft es, einfach anzufangen – bevor der Kopf zu viele Gegenargumente findet. Ob neues Erlebnis oder neues Designprojekt: Der erste Schritt fühlt sich fast immer größer an als er ist. Und hinterher denkt man sich fast immer: Warum hab ich das nicht schon früher gemacht?
Werbeslogan von Red Bull Energy, der sinnbildlich dafür steht, dass der Konsument durch das Getränk einen Energieschub im Alltag erhält.
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